Über das Projekt
Nach jüngsten US-Verordnungen, die legale Migration und Asylwege einschränken, stehen Hunderttausende Menschen entlang des lateinamerikanischen Korridors vor wachsender Unsicherheit. 2025 dokumentierte Médecins Sans Frontières (MSF) mehr Migrant*innen, die in Mexiko-Stadt auf Straßen oder in provisorischen Lagern leben, der Witterung ausgesetzt und ohne Zugang zu Trinkwasser, Hygiene oder grundlegenden Diensten.
Viele stehen vor einer schwierigen Wahl: unsicher in ihre Herkunftsländer zurückkehren oder trotz der Grenzen des mexikanischen Asylsystems und prekärer Lebensbedingungen bleiben. Martínez besuchte MSF-Projekte, um Menschen zu dokumentieren, die durch diese Politik gestrandet sind, sowie das Comprehensive Care Center von MSF. Dort erhalten Überlebende von Entführung, Folter, Menschenhandel und geschlechtsspezifischer Gewalt medizinische, psychologische und soziale Unterstützung.
In seinen Drucken arbeitet Martínez mit Säuren, Tinten und Acryl und macht das Bild zu einem Ort des Konflikts zwischen Vergessen von Trauma und Erinnerung als Stärke.
Biografie
Yael Martínez (*1984, Mexiko) dokumentiert Gemeinschaften in Mexiko und Lateinamerika und untersucht Abwesenheit und Gewalt im Kontext von Staat und organisierter Kriminalität. Er ist Mitglied von Magnum Photos, Preisträger von World Press Photo und wurde 2022 mit dem Wayfinder Award der National Geographic ausgezeichnet.
Geplante Führungen
Sonntag 10. Mai 2026
16.00
Aarau
Standort
Stadtmuseum Aarau
Adresse
Schlosspl. 23
5000 Aarau
Öffnungszeiten
Di-Fr 11.00 – 18.00 Uhr
Sa 10.00 – 17.00 Uhr
Sa 11.00 – 17.00 Uhr
