Über das Projekt
Geboren in der Ostukraine, fünf Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion, erforscht Uhlik in der Serie die Identitätsfindung im Schatten eines untergegangenen Imperiums. Obwohl dieser Generation oft gesagt wurde, sie habe Glück gehabt, die Härten der Sowjetherrschaft nicht miterleben zu müssen, ringt sie mit tiefer Orientierungslosigkeit – gefangen zwischen den Überresten eines alten Regimes und der Ungewissheit des Neuen.
Die Arbeit reflektiert eine Kindheit voller Gegensätze: Bäumeklettern und der Geschmack von Sauerkirsch-Varenyky verweben sich mit strengen sowjetischen Strukturen. Die Last dieser Vergangenheit wird durch den Krieg nun verstärkt.
Durch fotografische Dekonstruktion und Neuzusammensetzung ihrer Geschichte definiert Uhlik ihre Identität und ihr kulturelles Erbe neu. Das Werk gleicht einem Puzzle der Selbstfindung und stellt die trotzige Frage: Kann das Glück der Erinnerung Bestand haben – selbst unter dem vernarbten Blick des Erwachsenenalters und dem historischen Trauma?
Biografie
Die in London lebende ukrainische Künstlerin Varvara Uhlik arbeitet mit Foto, Video und Skulptur. Sie wurde für New Contemporaries (2025) und BJP ‚Ones to Watch‘ gewählt und stellte u.a. im Photo Élysée und auf der MIA Milan aus.
Geplanter Event
Samstag, 09. Mai 2026
13.00 – 16.00 Uhr
Standort
Schloss Lenzburg
Adresse
Schloss
5600 Lenzburg
Öffnungszeiten
Di – So 10 – 17 Uhr
