Paolo Woods
Happy Pills
„Happiness has become a duty, and chemistry its fulfillment.“ Fotograf Paolo Woods und Journalist Arnaud Robert reisten fünf Jahre lang um die Welt, auf der Suche nach „Happy Pills“ und den Versprechen einer Gesellschaft, die die Pille als ultimatives Werkzeug gegen die Grenzen des Menschseins einsetzt.
Karla Hiraldo Voleau
You Can Have It All
In „You Can Have It All“ reflektiert Karla Hiraldo Voleau über Körperdysmorphie und die heilende Kraft der Kunst: Durch Selbstporträts, Rituale und performative Gesten verwandelte sie über fünf Jahre Angst in Vertrautheit und begreift den Körper als Ort des Widerstands, der Transformation und der Freude.
Varvara Uhlik
Sunshine – How Are You?
In ihrer Serie erforscht die in der Ostukraine geborene Uhlik Identität zwischen Sowjetvergangenheit und Ungewissheit und fragt: Kann das Glück der Erinnerung Bestand haben, selbst unter dem Trauma der Geschichte?
Alba Ruiz Lafuente
For the leisure of working insects
„For the Leisure of Working Insects“ reimaginiert Freizeitarchitektur als Unterhaltungsstrukturen für Insekten und nutzt Ironie, um die Absurdität einer von Konsum und Künstlichkeit gesättigten Welt zu enthüllen, in der Freizeit zur Arbeit wird und Insekten zum Spiegel unserer Gesellschaft werden.
Rodrigo Koraicho
Beach Epiphany
„Beach Epiphany“ untersucht seit 2017 Miami Beach als Ort amerikanischen Exzesses und fragiler Grundlagen, wo Tourismus und Klimakrise, Freude und Entfremdung unauflösbar nebeneinander bestehen.
Kollektivausstellung
The Taste of Travel
Anhand von Archiv- und Werbeaufnahmen zeigt die Ausstellung, wie das Essen an Bord Schweizer Züge zur kollektiven Madeleine de Proust wurde: ein beständiges Vergnügen, das mit jedem Bissen ein Stück Landschaft mitträgt.
Eva O’Leary
Happy Valley
Die Serie bewegt sich an der Schnittstelle zwischen amerikanischer Fantasie und beunruhigender Realität: O’Leary nutzt die Ästhetik der Werbung, um Rollenbilder zu entlarven, die Frauen aufgezwungen werden, und das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, gesehen, und der Gefahr, konsumiert zu werden.
Antigoni Papantoni
KAIROS
„KAIROS“ ist eine persönliche Auseinandersetzung mit Trauma und Migration: In über 10.000 kleinformatigen Bildern macht Antigoni Papantoni Zyklen von Gewalt, Verleugnung und Schweigen sichtbar und den schwierigen Prozess, Erfahrungen wieder benennen und verwandeln zu können.
Juliana Gómez Quijano
Rise with the images
Während ihrer Residency im Müllerhaus in Lenzburg entwickelte Juliana Gómez Quijano Rise with the images — eine poetische visuelle Auseinandersetzung mit Intuition, alltäglichen Momenten und den leisen Spuren, die unser Gefühl von Glück prägen.
Aline D’Auria
Nimmer, Nächstens, Oft, Einmal
„Nimmer, Nächstens, Oft, Einmal“ folgt d’Auria durch die Landschaft des Oberengadins, inspiriert vom Tagebuch ihrer Urgroßmutter: Felder und Blumen werden zu stillen Orakelräumen, in denen Vergangenheit und Gegenwart, Wunsch und Ungewissheit sich spiegeln.
Tina Sturzenegger
Add to Cart
In Tinas Arbeit ist Nahrung lebendige Materie und Versprechen zugleich: Streng konstruierte Sets und eine Werbeästhetik der 1960er und 70er Jahre verführen mit Fülle und Perfektion, bis ein Riss sichtbar wird und Glück sich als Performance entlarvt, Nahrung als Instrument zwischen Disziplin und Entgleiten.
Mahalia Taje Giotto
Existential Boner
„Existential Boner“ ist eine persönliche Auseinandersetzung mit Körper, Identität und Sexualität: Seit Beginn der Hormontherapie im November 2020 dokumentiert taje obsessiv jede Veränderung des eigenen Körpers, und begreift Fragmentierung als persönlichen wie politischen Zustand, sichtbar gemacht in einer radikalen Installation.
Alice Poyzer
Other Joys
„Other Joys“ untersucht Glück als intensive, nicht-normative Erfahrung: Alice Poyzer schafft in Schwarz-Weiß eine Bildwelt persönlicher Obsessionen und Spezialinteressen, in der Wiederholung zur Strategie wird und Freude als relationale, bisweilen überbordende Kraft sichtbar wird.
Jakub Stanek und Franka Frankowska
To Lead, To Follow
Zwei unabhängige Projekte fragen, wer das Bild von Familie erzählt: In Frankowskas „MamaMama“ führt die Tochter, die Mutter folgt, während Stanek in „To Do List“ Vaterschaft als Fürsorge und emotionale Nähe begreift. Glück erscheint nicht als permanenter Zustand, sondern als etwas, das sich in geteilter Erfahrung aufbaut.
Martin Parr
(ALL WE NEED IS) LOVE
Martin Parr hat sein Leben dem Dokumentieren menschlicher Eigenheiten gewidmet, mit feiner Ironie und universellem Blick. Diese Ausstellung ist eine Hommage an seine Arbeit und an die Liebe selbst: von gelangweilten Paaren bis zu leidenschaftlichen Umarmungen, gekrönt von kitschigen Torten als kaustische Ode an das Gefühl, das diese Welt zusammenhält.
Yael Martínez
ECHOES OF UNCERTAIN SILENCE
Seit den jüngsten US-Verordnungen, die legale Migration und Asylwege einschränken, dokumentiert Martínez im Auftrag von Médecins Sans Frontières Menschen, die entlang des lateinamerikanischen Korridors gestrandet sind: zwischen unsicherer Rückkehr und prekärem Verbleib, zwischen Trauma und dem Versuch, Erinnerung als Stärke zu begreifen.
Anne Morgenstern
MACHT LIEBE
„MACHT LIEBE“ erforscht Körper, Begehren und Identität: Eng geschnittene, aneinandergereihte Bilder dekonstruieren beharrlich gesellschaftliche Normen und fragen, was einen Körper schön, begehrenswert oder normal macht, und ob Glück und Freiheit im eigenen Körper möglich sind.
Siân Davey
The Garden
Als Siân Daveys Sohn Luke einen verlassenen Garten in einen Ort für Wildblumen und Gemeinschaft verwandelte, entstand daraus das fotografische Langzeitprojekt The Garden. Es dokumentiert, wie ein blühender Raum Nachbarn, Fremde und Trauernde zusammenbringt und zur Metapher für Offenheit und Zugehörigkeit wird.
Kollektivausstellung
SNAPSHOTS OF HAPPINESS
Die Gewinnerbilder des internationalen Open Calls „Forever Happy“ vereinen sich zu einer Gruppenausstellung in den Schaufenstern der Lenzburger Altstadt und verwandeln die Stadt selbst in eine Open-Air-Galerie, in der Fotografie zum öffentlichen Erlebnis wird.
Synthese in der Zeit
(Digital Ausstellung)
Fotografie bringt uns an Orte, die kein Transportmittel erreicht: die Vergangenheit. Diese digitale Ausstellung lädt ein, Lenzburg auf einer Route aus 50 Zeitpunkten neu zu entdecken, zwei Bahnhöfe, verlegte Strassen, verschwundene Häuser, und zu begreifen, was trotz allem gleich geblieben ist.
Laura Paloma
A GENTLE INTRO TO METADATA FT FISH (DAY 789)
Zwei Arbeiten von Laura Paloma würdigen die Banalität des Alltäglichen: ein Copy-Paste-Gedicht über Metadaten im Gewand einer Word-Seite und eine fortlaufende Instagram-Performance, die täglich dasselbe Fischbild postet, und fragen: Wer ist Amateur, wer Hochstaplerin, wer professionell im Kontext alltäglicher digitaler Gesten?
Kollektivausstellung
So weit, so gut
Inspiriert vom Satz „Jusqu’ici tout va bien“ aus La Haine verbindet diese Kooperation von zB.foto Baden, Galerie 94 und dem Festival fünf Positionen zum Thema Lebensübergänge: Höhlen, Hochzeiten, Rente, Drag, und Sprünge ins Wasser, die sanft landen.
